Mittwoch, 9. Mai 2012
Das heterosexuelle Dilemma
Eine Freundin hat zu mir vor einiger Zeit etwas provokativ gesagt:
“Du steckst doch auch im Heten-Dilemma.“ Heten werden die Heterosexuellen im schwul-lesbischen Sprachjargon genannt.
Als ich gefragt habe was das sei, kam die Antwort: „Im Heten-Dilemma misst die Frau ihren Selbstwert an der Zuwendung des Mannes.“
Etwas abmildernd wirkte dann noch ihre Aussage, das sie davon auch nicht frei sei.
Mir hat das nachhaltich zu denken gegeben.
Alle meine Männerkontakte, egal welcher Ausprägung, liefen vor meinem inneren Auge ab. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt wie ich versucht habe dem Mann zu gefallen, seine Anerkennung und Aufmerksamkeit zu gewinnen. Hat das nicht in dem mir gewünschten Maße stattgefunden, wurde ich sehr traurig und habe mich erbärmlich gefühlt.
Wenn ich mir in dem Zusammenhang meinen Vater vor Augen führe, weiß ich auch wo das herkommt.
Meinem Vater konnte ich es nie recht machen, egal wie ich mich ins Zeug gelegt habe. Ich konnte es ihm deshalb nicht recht machen, weil er einen Jungen wollte und Mädchen nun mal als minderwertig betrachtet hat.
Er hatte einen Herzklappenfehler und war dadurch geschwächt. Er hat sich aus Angst nicht frühzeitig untersuchen lassen und damals war auch eine OP bei weitem nicht so selbstverständlich wie heute. Er starb, als ich 13 war.
Meine Mutter war ihm im Sport weit überlegen.
Das hat nicht gerade zu seinem männlichen Selbstbewusstsein beigetragen. Er wollte einen Sohn, der das lebt, wozu er nicht fähig war. Zumindest auch körperlich stärker zu sein, als die Frau.
Er war ein begnadeter Künstler. Er konnte feinste Aquarelle malen, war Fotolithograph von Beruf noch lange bevor es die Farbfotographie gab und hat meiner Mutter die romantischsten Liebesgedichte geschrieben. Er war auch Fotograph und oftmals mussten meine Mutter und ich im Urlaub vor einem Motiv stehen und warten bis die entsprechende Wolke kommt. Dann kam sie und die Sonne war weg. Dann mussten wir wieder warten. Er konnte stundenlang vor einer Pflanze verweilen, bis sich ein Insekt daraufgesetzt hat, welches er fotographieren wollte. Genau dieses Insekt auf dieser Pflanze.
Es sind unglaubliche Fotos entstanden, einige wurden prämiert. Er hatte eine Zusage an der Kunstakademie für ein Studium bekommen, um das er sich nicht gekümmert hat. Er war sehr eigenbrödlerisch und stand lieber alleine in der Dunkelkammer, als sich unter Menschen zu begeben.
Widerwillig hat er mir nachts in der Dunkelkammer gezeigt wie man Fotos entwickelt. Eigentlich wollte er alles seinem Sohn beibringen.
Ein Mädchen taugt ja zu nichts und braucht auch keine höhere Schulbildung.
Als mir meine Zeichenlehrerin im Zeugnis für „bildhaftes Gestalten“ eine Eins gab, ist mein Vater in die Schule gegangen und hat sich beschwert, das meine Leistung keine Eins wert sei. Meine künstlerische Laufbahn habe ich erst nach seinem Tod begonnen.
Das sind einige Beispiele wie eine Heten-Dilemma entsteht.
In den meisten Liebesbeziehungen habe ich den Papa gesucht, der mich endlich anerkennt und liebt. Papa wurde glorifiziert und als unerreichbarer Gott über mir schwebend hervorgehoben. Als Teenager und junge Frau habe ich größtenteils in meiner Phantasie gelebt.
In den Jahren meiner Therapie ist der Papa erst ganz am Schluß aufgetaucht und wurde entmystifiziert. Dabei bin ich in Ohnmacht gefallen, so tief saß die Angst und der Schmerz.
Mittlerweile erkenne ich diese Sackgasse mehr und mehr. Bislang gab es immer einen Mann in meinem Leben der glorifiziert und angebetet wurde, jedoch unerreichbar blieb. Auf den konnte ich alles projizieren was es an Traumvorstellungen gab. Das kann durchaus auch ein Mann sein, der mir nahe steht, jedoch als Liebespartner nicht in Frage kommt. Manchmal kam es zum Sex, was die unerlöste Sehnsucht noch vergrößert hat.
Die Beziehungen, die ich gelebt habe waren mehr oder weniger dramatisch und aufreibend.
Wieviele unglückliche Beziehungen kommen aus so einem Background, bis hin zur Hörigkeit.
Der Film läuft solange bis alle Lektionen darin gelernt werden. Dann plötzlich sieht die Welt klar und nüchtern aus. Die Projektionsfläche verblasst und übrig bleibt die Realität. Und die heißt alles liegt bei mir, meiner Bereitschaft mich einzulassen, mich meiner Angst zu stellen und auf Empfang zu gehen.
Der Tunnelblick weitet sich in die Breite. Die Welt wird größer und bunter. Die eigene Begrenztheit wird bewusst und jetzt geht es darum neue Erfahrungen zu machen, das Unbekannte zu entdecken. Auch mal Ja zu Sagen, wo bisher immer ein Nein kam. Absichtsloses, neugieriges Ausprobieren. Was gibt es denn alles noch?
Welche Männer sind mit zugewandt, die auch passen?
Im günstigsten Fall finden sich in einer reifen Partnerschaft zwei Menschen, die sich nicht mehr nur triggern, sondern die sich dabei unterstützen ihr Herz zu heilen, die kommunizieren und sich Gutes tun. In dem Bewusstsein das wir alle eine Geschichte haben und das wir zusammengesetzt sind aus Mama und Papa. Das lässt sich nicht leugnen, sondern besser wir nehmen es an und sehen darin das, was uns als Lernpotential mit auf den Weg gegeben wurde. Wichtig ist, das wir es sehen und immer besser durchschauen. Dann können wir selbstbestimmt auch die Qualitäten entdecken, die darin verborgen liegen. Und wenn der Schmerz und die Trauer kommt, ist es nicht mehr abgrundtief.
Für uns Frauen gilt es zudem, uns unsere eigenen Kraftquellen zu erschließen. Uns mehr und mehr aus der Abhängigkeit von männlicher Zuwendung zu befreien, um zum Mann in ein konstruktives Verhältnis einzutreten, indem die Liebe anstelle von Projektion auf Freundschaft basiert.
Herzlichst
Bettina
Samstag, 7. April 2012
Auf das Herz hören
Ein offenes Herz ist das Schönste was es gibt und wenn die Energie frei fließen kann, ist sie gebend und das bestimmt maßgeblich das Wohlbefinden, das Glück und die Gesundheit.
Das das Herz verschlossen war, merkt man meistens erst, wenn es sich geöffnet hat.
Es braucht dafür die Erfahrung, wie es sich geöffnet anfühlt.
Das Herz öffnet sich, wenn die Bereitschaft und Entschlossenheit da ist, sich den Schmerz und die Trauer, die es verschlossen hat, zuzulassen und anzuschauen. Ist es ganz verschlossen sterben wir.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, das dieser Prozess beim ersten Mal, sehr schmerzhaft war und ich dachte, es nicht aushalten zu können.
Es war jedoch nur ungewohnt und allzu lange hatte ich diesen Schritt aus Angst davor zurückgehalten, verdrängt und durch Showeinlagen davon abgelenkt. Ich wurde mir bewusst, das alles, was ich dachte, was ich bin, nur ein Rollenspiel war.
Ich habe kapituliert und von da an ging es in einer anderen Richtung weiter.
Jetzt lebe ich meine Emotionen und fühle auch Schmerz, Trauer und Wut unmittelbar. Gefühle die ich vorher wenig oder nur verzögert zulassen konnte.
Der Gewinn ist eine große Zunahme an Lebendigkeit, Gesundheit und Verfeinerung aller Sinne.
Kommen Gefühle zeitverzögert sind sie nicht authentisch, zeugen oft von einer Überreaktion, die mit der momentanen Situation nichts oder nur wenig zu tun haben.
Gesunde Kinder sind ganz unmittelbar mit ihren Emotionen verbunden und drücken sie aus und im nächsten Moment sind sie in einer anderen Emotion und drücken diese aus. Im Laufe der Jahre wird dieser freie Fluß domestiziert und unterdrückt, oftmals auch schon in den ersten Lebensjahren, wenn die Bedürfnisse des Kindes nicht erfüllt werden.
Der freie Fluß der Emotionen lässt sich wiederholen und entwickelt sich langfristig, über immer feinere Wahrzunehmung und dadurch schnellere Reaktionen. Als Erwachsene haben wir einen anderen Filter und es empfiehlt sich sicherlich in manchen Situationen die Reaktion zurückzuhalten. Die Emotion wahrzunehmen und das was sie ausgelöst hat, lohnt sich allemal.
Eine schnellere Reaktion heißt z.B. sich von gefühlten Übergriffen sofort abzugrenzen. Den eigenen Raum zu halten.
Die schnelle, unmittelbare Reaktion oder aber die Zurkenntnisnahme dessen
ist wichtig, um in sich keinen Stau zu erzeugen, oder Wochen später einem Freund etwas auf das Butterbrot zu schmieren, was er so unmöglich annehmen kann.
Auf das Herz hören, heißt hinzufühlen was das Herz sagt. Jubiliert das Herz ist es der Ausdruck von Freude. Ein kreativer, inspirierender Zustand oder auch ein in sich selbst ruhender. Das Sein in der Natur ist dafür sehr begünstigend. Der Umgang mit dem Körper ist liebevoll, das Suchtpotential nimmt ab und die Erfüllung ist im Moment, d.h. immer weniger gebunden an Ersatzbefriedigung. Es entsteht Dankbarkeit.
Zieht es sich zusammen und schmerzt, geht es darum hinzuschauen, was diesen Schmerz verursacht hat. Ist es eine alte Geschichte aus der Vergangenheit, hat es etwas mit der aktuellen Situation zu tun oder mit beidem?
Wie gehe ich dann damit um? Ist es ganz eindeutig kann eine unmittelbare Reaktion die Situation sofort verändern. Ist es nicht so eindeutig lohnt es sich damit schwanger zu gehen und ggf. ein Gespräch zu suchen, welches zur Klärung beiträgt.
Kommt Haß hoch geht es um Innehalten und um die Reflektion, wo der Haß herkommt. Eine Reaktion aus Haß ist immer destruktiv. Den Haß zur Kenntnis zu nehmen, ohne sich dafür zu verurteilen und abzuwarten bis sich das Herz wieder entspannt, kann ein Umgang damit sein.
Auf jedenfall ist das Herz das Organ welches zur Umwandlung, zur Transformation fähig ist und die Impulse, die es sendet sind von großer Wichtigkeit.
Sie können wegweisend sein für eine bestimmte Entscheidung oder wegweisend für eine Innenschau.
Auch Glücksgefühle, Schmetterlinge im Bauch können irreführend sein. Wenn sich das Herz z.B. nur im Zusammenhang mit einer bestimmten Person öffnet. Dann entsteht sehr schnell ein Abhängigkeitsverhältnis und Glück und Leid liegen bekanntermaßen sehr dicht beieinander.
Das Glück oder die Freude eines offenen Herzens ist eher als ruhige Ekstase zu beschreiben, als zentrierende Kraft in uns, die sich mitfühlend auswirkt für alles was lebendig ist.
Viel Spaß beim Ausprobieren.
Herzlichst
Bettina Dornics
Das das Herz verschlossen war, merkt man meistens erst, wenn es sich geöffnet hat.
Es braucht dafür die Erfahrung, wie es sich geöffnet anfühlt.
Das Herz öffnet sich, wenn die Bereitschaft und Entschlossenheit da ist, sich den Schmerz und die Trauer, die es verschlossen hat, zuzulassen und anzuschauen. Ist es ganz verschlossen sterben wir.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, das dieser Prozess beim ersten Mal, sehr schmerzhaft war und ich dachte, es nicht aushalten zu können.
Es war jedoch nur ungewohnt und allzu lange hatte ich diesen Schritt aus Angst davor zurückgehalten, verdrängt und durch Showeinlagen davon abgelenkt. Ich wurde mir bewusst, das alles, was ich dachte, was ich bin, nur ein Rollenspiel war.
Ich habe kapituliert und von da an ging es in einer anderen Richtung weiter.
Jetzt lebe ich meine Emotionen und fühle auch Schmerz, Trauer und Wut unmittelbar. Gefühle die ich vorher wenig oder nur verzögert zulassen konnte.
Der Gewinn ist eine große Zunahme an Lebendigkeit, Gesundheit und Verfeinerung aller Sinne.
Kommen Gefühle zeitverzögert sind sie nicht authentisch, zeugen oft von einer Überreaktion, die mit der momentanen Situation nichts oder nur wenig zu tun haben.
Gesunde Kinder sind ganz unmittelbar mit ihren Emotionen verbunden und drücken sie aus und im nächsten Moment sind sie in einer anderen Emotion und drücken diese aus. Im Laufe der Jahre wird dieser freie Fluß domestiziert und unterdrückt, oftmals auch schon in den ersten Lebensjahren, wenn die Bedürfnisse des Kindes nicht erfüllt werden.
Der freie Fluß der Emotionen lässt sich wiederholen und entwickelt sich langfristig, über immer feinere Wahrzunehmung und dadurch schnellere Reaktionen. Als Erwachsene haben wir einen anderen Filter und es empfiehlt sich sicherlich in manchen Situationen die Reaktion zurückzuhalten. Die Emotion wahrzunehmen und das was sie ausgelöst hat, lohnt sich allemal.
Eine schnellere Reaktion heißt z.B. sich von gefühlten Übergriffen sofort abzugrenzen. Den eigenen Raum zu halten.
Die schnelle, unmittelbare Reaktion oder aber die Zurkenntnisnahme dessen
ist wichtig, um in sich keinen Stau zu erzeugen, oder Wochen später einem Freund etwas auf das Butterbrot zu schmieren, was er so unmöglich annehmen kann.
Auf das Herz hören, heißt hinzufühlen was das Herz sagt. Jubiliert das Herz ist es der Ausdruck von Freude. Ein kreativer, inspirierender Zustand oder auch ein in sich selbst ruhender. Das Sein in der Natur ist dafür sehr begünstigend. Der Umgang mit dem Körper ist liebevoll, das Suchtpotential nimmt ab und die Erfüllung ist im Moment, d.h. immer weniger gebunden an Ersatzbefriedigung. Es entsteht Dankbarkeit.
Zieht es sich zusammen und schmerzt, geht es darum hinzuschauen, was diesen Schmerz verursacht hat. Ist es eine alte Geschichte aus der Vergangenheit, hat es etwas mit der aktuellen Situation zu tun oder mit beidem?
Wie gehe ich dann damit um? Ist es ganz eindeutig kann eine unmittelbare Reaktion die Situation sofort verändern. Ist es nicht so eindeutig lohnt es sich damit schwanger zu gehen und ggf. ein Gespräch zu suchen, welches zur Klärung beiträgt.
Kommt Haß hoch geht es um Innehalten und um die Reflektion, wo der Haß herkommt. Eine Reaktion aus Haß ist immer destruktiv. Den Haß zur Kenntnis zu nehmen, ohne sich dafür zu verurteilen und abzuwarten bis sich das Herz wieder entspannt, kann ein Umgang damit sein.
Auf jedenfall ist das Herz das Organ welches zur Umwandlung, zur Transformation fähig ist und die Impulse, die es sendet sind von großer Wichtigkeit.
Sie können wegweisend sein für eine bestimmte Entscheidung oder wegweisend für eine Innenschau.
Auch Glücksgefühle, Schmetterlinge im Bauch können irreführend sein. Wenn sich das Herz z.B. nur im Zusammenhang mit einer bestimmten Person öffnet. Dann entsteht sehr schnell ein Abhängigkeitsverhältnis und Glück und Leid liegen bekanntermaßen sehr dicht beieinander.
Das Glück oder die Freude eines offenen Herzens ist eher als ruhige Ekstase zu beschreiben, als zentrierende Kraft in uns, die sich mitfühlend auswirkt für alles was lebendig ist.
Viel Spaß beim Ausprobieren.
Herzlichst
Bettina Dornics
Samstag, 21. Januar 2012
Der Hass ist vorbei
Transformation in den Zellen, Befreiung von alten Mustern
Da es mir gelungen war, mich von dem auf mich projizierten Hass eines Mannes nicht provozieren zu lassen, hatte es nachhaltige Auswirkungen.
In mir hat sich ein Schalter umgelegt, der meinen ganzen Körper, meinen inneren Zustand und meine universelle Ankopplung verändert hat.
Es gab noch eine Aussprache mit Shiva, nach dem was ich im letzten Blog beschrieben habe. Das war auch sehr wichtig. Als ich ausreichend überprüft hatte, das ich innerlich stabil bleiben kann und nicht in die Sehnsucht nach diesem Mann zurückfalle, ließ ich mich auf ein Treffen ein.
Es war zu erwarten, das ich sehr traurig sein würde und kaum war er in der Tür ließ ich meinen Tränen freien Lauf. Ich betrauerte zutiefst dieses Aus für die Liebe mit diesem Mann.
Das dauerte mehrere Tage, in denen ich fast durchgängig geheult habe.
Ich kannte mich gut genug, das ich wusste, das ich danach geläutert bin und loslassen kann.
So kam es auch. Ich hatte ihn aus meinem Körper hinausgespült.
Was aber blieb war das offene Herz und diesmal völlig frei und ungebunden. Ein tiefer Frieden ist in mich eingekehrt und ich bin ganz weich geworden. Die Präsenz für das was ich tue hat sich erhöht und mein Körper wird muskulöser ohne große sportliche Betätigung. Außerdem hat sich ein hemmungsloser Humor eingestellt.
Ich habe in dem Buch „Das Tao der Sexualität“ entdeckt, das es für äußere Übungen die inneren Übungen zur Ergänzung braucht. Macht man nur die inneren Übungen, kann man auf die äußeren verzichten.
Das setzt natürlich voraus, das die Energie im Körper auch fließt.
Mir haben die äußeren Übungen, gepaart mit Bewußtseins - und Atemübungen jahrelang sehr geholfen meinen Körper durchlässig zu machen. Die inneren Übungen, die ich jetzt morgens nach dem Aufwachen und Abends vor dem Schlafen praktiziere sind sehr feine, aber wirkungsvolle Übungen. Im Tao werden sie die „Hirschübung“ genannt. Die sexuelle Energie wird dabei durch alle Drüsen hinauf in die Zirbeldrüse gelenkt.
Da ich jetzt keinen Hass mehr empfinde - es fühlt sich so an, als sei der Hass auf meiner Landkarte gelöscht - gehen die inneren Übungen sehr leicht. Alles was mir gut tut lässt sich freudig in mein Leben integrieren. Es ist selbstverständlich geworden.
Die Körperzellen fühlen sich lichtdurchflutet und revitalisiert an. Ich werde jünger.
Wie destruktiv der Hass sich auf die Körperzellen ausgewirkt hat, merke ich erst jetzt, wo er weg ist.
Hass kann auch da sein, wenn er nicht gefühlt wird. Leider ist es ja oft so das gerade die nichtgefühlten Gefühle so viel Gewalt auslösen, wenn sie sich im Affekt Bahn brechen.
Hass ist wirklich zu gar nichts nutze. Er zerstört nur.
Hass ist sehr stark mit Angst gepaart. Hass entsteht aus Angst vor Nähe, Angst vor Intimität, Angst vor Verletzlichkeit. Die Ängste entstehen durch Übergriffe, Demütigungen, mangelnde Liebe bis hin zu extremer Gewalt, die traumatische Auswirkungen haben.
Alle sind wir davon betroffen. Deshalb ist es das Wertvollste für uns, für unsere Mitmenschen und alle fühlenden Wesen, das aufzulösen.
Ich erdreiste mich jetzt nicht, darüber zu befinden wie das aussehen kann, wenn ein Kind halb zutode geprügelt wurde oder zum Kindersoldaten gezwungen wurde.
Dennoch glaube ich daran das es in der Seele etwas gibt, was überlebt und wenn es eine Chance gibt, auch zum Tragen kommen kann. Immer wieder gibt es ja Beispiele wie Nelson Mandela, der in seiner ganzen politischen Laufbahn, die lange Zeit von Repressalien im Gefängnis nicht verbittert ist.
Menschen die sich und ihren Werten in großer Menschlichkeit und Güte treu bleiben, sich für das Lebendige einsetzen, sind meine Vorbilder.
Herzlichst
Bettina
Da es mir gelungen war, mich von dem auf mich projizierten Hass eines Mannes nicht provozieren zu lassen, hatte es nachhaltige Auswirkungen.
In mir hat sich ein Schalter umgelegt, der meinen ganzen Körper, meinen inneren Zustand und meine universelle Ankopplung verändert hat.
Es gab noch eine Aussprache mit Shiva, nach dem was ich im letzten Blog beschrieben habe. Das war auch sehr wichtig. Als ich ausreichend überprüft hatte, das ich innerlich stabil bleiben kann und nicht in die Sehnsucht nach diesem Mann zurückfalle, ließ ich mich auf ein Treffen ein.
Es war zu erwarten, das ich sehr traurig sein würde und kaum war er in der Tür ließ ich meinen Tränen freien Lauf. Ich betrauerte zutiefst dieses Aus für die Liebe mit diesem Mann.
Das dauerte mehrere Tage, in denen ich fast durchgängig geheult habe.
Ich kannte mich gut genug, das ich wusste, das ich danach geläutert bin und loslassen kann.
So kam es auch. Ich hatte ihn aus meinem Körper hinausgespült.
Was aber blieb war das offene Herz und diesmal völlig frei und ungebunden. Ein tiefer Frieden ist in mich eingekehrt und ich bin ganz weich geworden. Die Präsenz für das was ich tue hat sich erhöht und mein Körper wird muskulöser ohne große sportliche Betätigung. Außerdem hat sich ein hemmungsloser Humor eingestellt.
Ich habe in dem Buch „Das Tao der Sexualität“ entdeckt, das es für äußere Übungen die inneren Übungen zur Ergänzung braucht. Macht man nur die inneren Übungen, kann man auf die äußeren verzichten.
Das setzt natürlich voraus, das die Energie im Körper auch fließt.
Mir haben die äußeren Übungen, gepaart mit Bewußtseins - und Atemübungen jahrelang sehr geholfen meinen Körper durchlässig zu machen. Die inneren Übungen, die ich jetzt morgens nach dem Aufwachen und Abends vor dem Schlafen praktiziere sind sehr feine, aber wirkungsvolle Übungen. Im Tao werden sie die „Hirschübung“ genannt. Die sexuelle Energie wird dabei durch alle Drüsen hinauf in die Zirbeldrüse gelenkt.
Da ich jetzt keinen Hass mehr empfinde - es fühlt sich so an, als sei der Hass auf meiner Landkarte gelöscht - gehen die inneren Übungen sehr leicht. Alles was mir gut tut lässt sich freudig in mein Leben integrieren. Es ist selbstverständlich geworden.
Die Körperzellen fühlen sich lichtdurchflutet und revitalisiert an. Ich werde jünger.
Wie destruktiv der Hass sich auf die Körperzellen ausgewirkt hat, merke ich erst jetzt, wo er weg ist.
Hass kann auch da sein, wenn er nicht gefühlt wird. Leider ist es ja oft so das gerade die nichtgefühlten Gefühle so viel Gewalt auslösen, wenn sie sich im Affekt Bahn brechen.
Hass ist wirklich zu gar nichts nutze. Er zerstört nur.
Hass ist sehr stark mit Angst gepaart. Hass entsteht aus Angst vor Nähe, Angst vor Intimität, Angst vor Verletzlichkeit. Die Ängste entstehen durch Übergriffe, Demütigungen, mangelnde Liebe bis hin zu extremer Gewalt, die traumatische Auswirkungen haben.
Alle sind wir davon betroffen. Deshalb ist es das Wertvollste für uns, für unsere Mitmenschen und alle fühlenden Wesen, das aufzulösen.
Ich erdreiste mich jetzt nicht, darüber zu befinden wie das aussehen kann, wenn ein Kind halb zutode geprügelt wurde oder zum Kindersoldaten gezwungen wurde.
Dennoch glaube ich daran das es in der Seele etwas gibt, was überlebt und wenn es eine Chance gibt, auch zum Tragen kommen kann. Immer wieder gibt es ja Beispiele wie Nelson Mandela, der in seiner ganzen politischen Laufbahn, die lange Zeit von Repressalien im Gefängnis nicht verbittert ist.
Menschen die sich und ihren Werten in großer Menschlichkeit und Güte treu bleiben, sich für das Lebendige einsetzen, sind meine Vorbilder.
Herzlichst
Bettina
Dienstag, 13. Dezember 2011
Den eigenen Raum halten!
Als wollte mir das Universum ein Schnäppchen schlagen, wurde ich auf eine harte Probe gestellt.
Ein paar Wochen nach der letzten göttlichen Verschmelzung stand eine neue Verabredung mit Shiva an.
Diesmal waren die Vorboten zugespitzt heftiger.
Der Termin verschob sich, ich habe es erst durch meine Nachfragen erfahren und er verschob sich ein zweites Mal was mich in einen heftigen Wutanfall versetzte. Unmittelbare Wut kann ich mittlerweile gut nehmen, da sich dadurch in mir nichts anstaut. Sie ist nicht destruktiv, sondern reinigend und geht meist schnell vorüber.
An dem verabredeten Tag leitete ich vormittags in meiner Praxis einen wundervollen und nährenden Frauenkreis. Wir beschlossen etwa alle sechs Wochen kontinuierlich zu bestimmten Themen weiterzumachen.
Danach war die Verabredung mit Shiva und ich habe die Vorbereitungen für das Treffen teilweise am Tag vorher gemacht.
Es war schönes Wetter und ich habe versucht, Shiva anzurufen um ihn zu fragen, ob wir noch gemeinsam einen Spaziergang unternehmen. Ich konnte ihn nicht erreichen und auch eine Stunde später nicht. Ich spürte wie die Wut allmählich wieder aufstieg und habe mir gesagt: “Laß dich davon jetzt nicht kriegen, du hattest so eine tolle Zeit mit den Frauen, tue etwas was dein Herz erfreut, anstatt in die Wut zu gehen. So setzte ich mich in eins meiner Lieblingscafés und entspannte mich.
Zwei Stunden später konnte ich ihn immer noch nicht erreichen und der Gedanke stellte sich ein, das vielleicht etwas passiert ist.
Zuhause angekommen war ich in einem etwas unruhigen Zustand.
Drei Stunden später immer noch nichts und ich glaubte nicht mehr an den Besuch.
Vier Stunden nach der verabredeten Zeit klingelte es und er kam.
Für mich war der Bogen überspannt und ich war sehr wach für das, was dann geschah.
Er hat in einem Workshop assistiert, der zum Einen wesentlich länger ging, als erwartet und zum anderen hatte er in der Zwischenzeit auch soviel Interesse entwickelt, das er bis zum Schluß bleiben wollte. Kommuniziert hat er das nicht mit mir.
Als er dann da war, war es mir nicht möglich ihn anzublicken. Es kam mir ganz viel Feindseligkeit entgegen. Subtil war er gemein, geringschätzend, respektlos und voller Hass.
Der Geschlechterkampf zeigte sich mit seiner hässlichen Fratze. Ich brauchte ein kurze Weile um zu begreifen was mir da entgegen schlägt.
Ich erinnerte mich wie ich bei den Frauen gesagt habe: „Das es sehr wichtig ist, das wir Frauen unseren Raum halten und uns treu bleiben.
Sehr schnell war mir klar, das der Hass der mich jetzt treffen soll, nichts mit mir zu tun hat. Unbewußt wollte er mich vernichten.
Es kam mir immer wieder der Gedanke, das er etwas abwehrt, weil er denkt ich will ihm etwas wegnehmen.
Ich war die Projektionsfläche für seinen Frauenhass, wo auch immer der seine Wiege hat. So klar hatte ich das vorher noch nicht gesehen. Anfänglich haben wir noch versucht miteinander zu reden. Jedes meiner Worte wurde sofort gegen mich verwendet und es gab überhaupt keine Chance irgendwie in Kontakt zu kommen. Als er dann ein hämisches Grinsen im Gesicht hatte, kam mir seine Verachtung entgegen. Er hat alles versucht mir eine Reaktion zu entlocken.
Ich war mir bewusst das ich das, was Abwehr erzeugen kann, wie „Schmachten, Bedürftigkeit, Anhänglichkeit, Kontrolle usw. weitestgehend abgelegt hatte. Das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt.
Er meinte noch: “Das kann doch nicht So einfach sein.“
Alles was sich in den Wochen von unserer letzten Begegnung zu der jetzigen an Abwehr bei ihm aufgebaut hatte war nicht aktuell auf eine gemeinsame Erfahrung zurückzuführen.
Die letzte Begegnung war sehr berührend und grenzerweiternd und wir haben sogar darüber gesprochen wie uns diese körperliche Liebe, auch auf einer Seelenebene verbindet.
Plötzlich hatte sich alles in das völlige Gegenteil gedreht.
Ich bat ihn zu gehen.
Jetzt ging es nur noch darum mich zu schützen und zwar so, das mein Herz offen bleiben kann. Ich saß im Schneidersitz auf dem vorbereiteten Liebeslager, atmete in mein Herz und wendete den Blick aus dem Fenster zum Vollmond. Ich machte mir den Mond zum Verbündeten diese Situation unbeschadet zu überstehen.
Ich wurde zum Buddha. Ich schwieg und atmete weiter in mein Herz den Blick hin zum Mond.
Die Luft war vor lauter Spannung fast zum Schneiden. Ich atmete weiter in meine Mitte und konnte die Spannung aushalten. Ich musste einmal etwas kämpfen, um nicht in einen hysterischen Lachanfall auszubrechen.
Ich konnte ihn weiterhin nicht anblicken. Er war unentschieden und ganz auf sich zurückgeworfen. Ich bot ihm keine Angriffsfläche.
Ich achtete darauf nicht in Wut, Trauer oder Schmerz zu geraten. Ich wollte mir von ihm keine Energie rauben lassen. Ich wollte ihn auch nicht beschwichtigen. Er hatte eine Grenze überschritten. Die ganze Situation hatte etwas Entgültiges.
Mittlerweile war er aus dem Zimmer im Flur und hatte sich wohl die Schuhe und die Jacke angezogen. Es dauerte eine Ewigkeit bis er ging und ich wusste wenn er die Tür hinter sich zuzieht, hat er die Tür zu meinem Herzen für sich verschlossen.
Kaum war er weg klingelte bei mir das Telefon mehrfach hintereinander. Ich hatte den ganzen Abend tolle Gespräche und das hat mich weiter stabilisiert.
Heute einen Tag später bin ich immer noch stabil in meiner Mitte und stolz auf mich, das ich meinen Raum halten konnte.
Ich kann nur dann verletzt werden, wenn ich es zulasse.
Mein Herz ist offen geblieben und ich werde mich wieder einlassen.
Ich bin glücklich darüber diese Lektion gelernt zu haben und einen Schritt in meinem Bewusstsein weitergekommen zu sein.
Sich einzulassen, hinzugeben und verletzlich zu sein birgt immer auch ein Risiko in sich.
Die Angst des Mannes vor der Lust der Frau ist ja tausende von Jahren alt. Im Mittelalter wurden die Frauen für Ihre Lust und ihr Heilwissen verbrannt.
Ich musste am eigenen Leib erleben das ich für meine Hingabe und Ekstase verachtet werde. Nicht in dem Moment der Vereinigung, da ist Shiva mitgegangen und kam in seine männliche Kraft, aber im nachhinein.
Was für mich transformierende Kraft hatte, mich immer weiter zu öffnen, triggerte in ihm die Angst vor dieser Unendlichkeit.
Es hat den unbewußten Drang zur Folge, das was man eigentlich am meisten liebt zu zerstören…
Ich glaube dieser Vorgang, den ich jetzt so ausführlich beschrieben habe, passiert ganz oft zwischen Mann und Frau.
Ein friedvolles Miteinander entsteht dann, wenn beide den eigenen Abgrund wahrnehmen und das Gegenüber nicht als Projektionsfläche für die eigenen Ängste und Verletzungen destruktiv und unreflektiert benutzen.
Dennoch sind wir unvermeidlich auch Stellvertreter für die erste Liebe zur Mutter oder zum Vater. Und bis wir es begriffen haben, suchen wir uns auch immer wieder die ähnlichen Typen aus oder geraten in ein ähnliches Verhaltensmuster.
Deshalb sind Beziehungen auch so eine große Herausforderung, da wir uns permanent bespiegeln.
Ich gehe davon aus, das wir uns als fühlende und sexuelle Wesen inkarniert haben um aneinander zu wachsen.
Ich bleibe der bedingungslosen Liebe treu und werde weiterforschen, wie sich das im Kontakt zum Mann leben lässt.
Herzlichst
Bettina
Ein paar Wochen nach der letzten göttlichen Verschmelzung stand eine neue Verabredung mit Shiva an.
Diesmal waren die Vorboten zugespitzt heftiger.
Der Termin verschob sich, ich habe es erst durch meine Nachfragen erfahren und er verschob sich ein zweites Mal was mich in einen heftigen Wutanfall versetzte. Unmittelbare Wut kann ich mittlerweile gut nehmen, da sich dadurch in mir nichts anstaut. Sie ist nicht destruktiv, sondern reinigend und geht meist schnell vorüber.
An dem verabredeten Tag leitete ich vormittags in meiner Praxis einen wundervollen und nährenden Frauenkreis. Wir beschlossen etwa alle sechs Wochen kontinuierlich zu bestimmten Themen weiterzumachen.
Danach war die Verabredung mit Shiva und ich habe die Vorbereitungen für das Treffen teilweise am Tag vorher gemacht.
Es war schönes Wetter und ich habe versucht, Shiva anzurufen um ihn zu fragen, ob wir noch gemeinsam einen Spaziergang unternehmen. Ich konnte ihn nicht erreichen und auch eine Stunde später nicht. Ich spürte wie die Wut allmählich wieder aufstieg und habe mir gesagt: “Laß dich davon jetzt nicht kriegen, du hattest so eine tolle Zeit mit den Frauen, tue etwas was dein Herz erfreut, anstatt in die Wut zu gehen. So setzte ich mich in eins meiner Lieblingscafés und entspannte mich.
Zwei Stunden später konnte ich ihn immer noch nicht erreichen und der Gedanke stellte sich ein, das vielleicht etwas passiert ist.
Zuhause angekommen war ich in einem etwas unruhigen Zustand.
Drei Stunden später immer noch nichts und ich glaubte nicht mehr an den Besuch.
Vier Stunden nach der verabredeten Zeit klingelte es und er kam.
Für mich war der Bogen überspannt und ich war sehr wach für das, was dann geschah.
Er hat in einem Workshop assistiert, der zum Einen wesentlich länger ging, als erwartet und zum anderen hatte er in der Zwischenzeit auch soviel Interesse entwickelt, das er bis zum Schluß bleiben wollte. Kommuniziert hat er das nicht mit mir.
Als er dann da war, war es mir nicht möglich ihn anzublicken. Es kam mir ganz viel Feindseligkeit entgegen. Subtil war er gemein, geringschätzend, respektlos und voller Hass.
Der Geschlechterkampf zeigte sich mit seiner hässlichen Fratze. Ich brauchte ein kurze Weile um zu begreifen was mir da entgegen schlägt.
Ich erinnerte mich wie ich bei den Frauen gesagt habe: „Das es sehr wichtig ist, das wir Frauen unseren Raum halten und uns treu bleiben.
Sehr schnell war mir klar, das der Hass der mich jetzt treffen soll, nichts mit mir zu tun hat. Unbewußt wollte er mich vernichten.
Es kam mir immer wieder der Gedanke, das er etwas abwehrt, weil er denkt ich will ihm etwas wegnehmen.
Ich war die Projektionsfläche für seinen Frauenhass, wo auch immer der seine Wiege hat. So klar hatte ich das vorher noch nicht gesehen. Anfänglich haben wir noch versucht miteinander zu reden. Jedes meiner Worte wurde sofort gegen mich verwendet und es gab überhaupt keine Chance irgendwie in Kontakt zu kommen. Als er dann ein hämisches Grinsen im Gesicht hatte, kam mir seine Verachtung entgegen. Er hat alles versucht mir eine Reaktion zu entlocken.
Ich war mir bewusst das ich das, was Abwehr erzeugen kann, wie „Schmachten, Bedürftigkeit, Anhänglichkeit, Kontrolle usw. weitestgehend abgelegt hatte. Das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt.
Er meinte noch: “Das kann doch nicht So einfach sein.“
Alles was sich in den Wochen von unserer letzten Begegnung zu der jetzigen an Abwehr bei ihm aufgebaut hatte war nicht aktuell auf eine gemeinsame Erfahrung zurückzuführen.
Die letzte Begegnung war sehr berührend und grenzerweiternd und wir haben sogar darüber gesprochen wie uns diese körperliche Liebe, auch auf einer Seelenebene verbindet.
Plötzlich hatte sich alles in das völlige Gegenteil gedreht.
Ich bat ihn zu gehen.
Jetzt ging es nur noch darum mich zu schützen und zwar so, das mein Herz offen bleiben kann. Ich saß im Schneidersitz auf dem vorbereiteten Liebeslager, atmete in mein Herz und wendete den Blick aus dem Fenster zum Vollmond. Ich machte mir den Mond zum Verbündeten diese Situation unbeschadet zu überstehen.
Ich wurde zum Buddha. Ich schwieg und atmete weiter in mein Herz den Blick hin zum Mond.
Die Luft war vor lauter Spannung fast zum Schneiden. Ich atmete weiter in meine Mitte und konnte die Spannung aushalten. Ich musste einmal etwas kämpfen, um nicht in einen hysterischen Lachanfall auszubrechen.
Ich konnte ihn weiterhin nicht anblicken. Er war unentschieden und ganz auf sich zurückgeworfen. Ich bot ihm keine Angriffsfläche.
Ich achtete darauf nicht in Wut, Trauer oder Schmerz zu geraten. Ich wollte mir von ihm keine Energie rauben lassen. Ich wollte ihn auch nicht beschwichtigen. Er hatte eine Grenze überschritten. Die ganze Situation hatte etwas Entgültiges.
Mittlerweile war er aus dem Zimmer im Flur und hatte sich wohl die Schuhe und die Jacke angezogen. Es dauerte eine Ewigkeit bis er ging und ich wusste wenn er die Tür hinter sich zuzieht, hat er die Tür zu meinem Herzen für sich verschlossen.
Kaum war er weg klingelte bei mir das Telefon mehrfach hintereinander. Ich hatte den ganzen Abend tolle Gespräche und das hat mich weiter stabilisiert.
Heute einen Tag später bin ich immer noch stabil in meiner Mitte und stolz auf mich, das ich meinen Raum halten konnte.
Ich kann nur dann verletzt werden, wenn ich es zulasse.
Mein Herz ist offen geblieben und ich werde mich wieder einlassen.
Ich bin glücklich darüber diese Lektion gelernt zu haben und einen Schritt in meinem Bewusstsein weitergekommen zu sein.
Sich einzulassen, hinzugeben und verletzlich zu sein birgt immer auch ein Risiko in sich.
Die Angst des Mannes vor der Lust der Frau ist ja tausende von Jahren alt. Im Mittelalter wurden die Frauen für Ihre Lust und ihr Heilwissen verbrannt.
Ich musste am eigenen Leib erleben das ich für meine Hingabe und Ekstase verachtet werde. Nicht in dem Moment der Vereinigung, da ist Shiva mitgegangen und kam in seine männliche Kraft, aber im nachhinein.
Was für mich transformierende Kraft hatte, mich immer weiter zu öffnen, triggerte in ihm die Angst vor dieser Unendlichkeit.
Es hat den unbewußten Drang zur Folge, das was man eigentlich am meisten liebt zu zerstören…
Ich glaube dieser Vorgang, den ich jetzt so ausführlich beschrieben habe, passiert ganz oft zwischen Mann und Frau.
Ein friedvolles Miteinander entsteht dann, wenn beide den eigenen Abgrund wahrnehmen und das Gegenüber nicht als Projektionsfläche für die eigenen Ängste und Verletzungen destruktiv und unreflektiert benutzen.
Dennoch sind wir unvermeidlich auch Stellvertreter für die erste Liebe zur Mutter oder zum Vater. Und bis wir es begriffen haben, suchen wir uns auch immer wieder die ähnlichen Typen aus oder geraten in ein ähnliches Verhaltensmuster.
Deshalb sind Beziehungen auch so eine große Herausforderung, da wir uns permanent bespiegeln.
Ich gehe davon aus, das wir uns als fühlende und sexuelle Wesen inkarniert haben um aneinander zu wachsen.
Ich bleibe der bedingungslosen Liebe treu und werde weiterforschen, wie sich das im Kontakt zum Mann leben lässt.
Herzlichst
Bettina
Donnerstag, 24. November 2011
Universelle Liebe
Seit einigen Wochen bin ich fast durchgängig in einem Zustand von Glück, innerer Ruhe und einer unermesslichen Liebe, die nicht an eine Person gebunden ist.
Ich nenne diesen Zustand universelle Liebe. Das trifft es am besten.
Das schöne daran ist, das dieser Zustand auf alle überfließt, die mir begegnen und dafür offen sind. Die Begegnungen mit anderen Menschen sind freundlich und wohlwollend.
In meiner Massagetätigkeit beseelt mich das im besonderen, da ich da das Medium habe diese Liebe über die Hände in die Berührung fließen zu lassen.
Wie bin ich da hingelangt?
Seit zwei Jahren mache ich kontinuierlich tiefer gehend die Erfahrung von körperlicher Liebe.
Das ist die Verschmelzung zweier Körper in Ekstase, die weit über diese zwei Personen hinausgehen. Es ist intim, nah, pure Liebe und dennoch auch ab einem bestimmten Punkt unpersönlich. Dann wenn sich alles entgrenzt und über eine langen Zeitraum das Reiten auf einer Orgasmuswelle stattfindet. Auch der Blick in die Augen des Geliebten wird unpersönlich, es ist der Blick in die Augen des göttlichen, universellen Gegenübers.
Tantrisch würde ich sagen es ist die Begegnung von Shakti mit Shiva.
Diese Begegnung ist absolut frei von jeglichem Beziehungsmodell, wie z.B. dem romantischen Liebesbild, Monogamie oder Polyamorie oder was auch immer. Jegliche Definition ist hinderlich.
Diese Begegnung lässt sich weder festhalten, noch einpacken, noch konservieren. Diese Begegnung ist absichtslos und frei von Bedürftigkeit.
Die Voraussetzung für diese Öffnung des Herzens, der Yoni und des ganzen Körpers ist Vertrauen und braucht Mut sich in aller Verletztlichkeit zu zeigen. Außerdem braucht es einen durchlässigen Körper in dem die sexuelle Energie fließt und nach oben bis über das Kronenchakra aufsteigen kann.
Eine weitere Voraussetzung ist Bewusstsein, Nüchternheit und die richtige Vorbereitung.
Das ist ein Paradoxum an sich. Ich bereite mich auf die Begegnung vor, ohne etwas bestimmtes zu erwarten.
Ich bereite mich vor in dem bestmöglichen Zustand zu sein. D.h. ausgeruht, mit offenem Herzen, wohlriechend, in Freude. Ich überlege was ihn an Speisen und Getränken erfreuen könnte. Ich gestalte den Raum. Schon in der Vorbereitung fängt die Erfüllung an.
Ich beschreibe einen Kontakt, der mittlerweile seit zwei Jahren anhält und eher selten stattfindet.
Zuerst wollte ich diesen Mann für mich, so wie ich es gewohnt war, wenn ich mich verliebt hatte. Oder ich hatte mich arrangiert, den Mann zu teilen, wenn ich mit der oder den anderen Frauen in gutem Kontakt war. Das hat es mir erleichert, auch weil ein Maß an Kontrolle dabei war. Ich konnte die Beziehung einordnen, abchecken was ich zu erwarten und was ich nicht zu erwarten hatte.
Jetzt ist mir ein Mann begegnet, der auf nichts aber auch auf gar nichts zutraf, was ich bisher kannte oder worauf ich mich verlassen hatte.
Ich kam mehr und mehr ins Schlingern und fuhr die Achterbahn der Gefühle hoch und runter. Alle Bemühungen meinerseits irgendetwas verstehen zu wollen, haben bei ihm nur Abwehr ausgelöst.
Neben allem hatten wir immer wieder diese göttliche, körperliche Verschmelzung.
Wenn er ging fing ich nach spätestens zwei Tagen, nachdem der Glücksrausch verflogen war, an zu schmachten und war mit meiner unerfüllten Sehnsucht konfrontiert. Ich schaute darauf, von dem ich dachte was mir fehlt und habe mich darin immer weiter eingegraben.
Noch nie zuvor war ich so in der Lage mich einem Mann zu öffnen und hinzugeben.
Das ist ja durchaus begrüßenswert und auch ein Teil der Ernte durch jahrelange Körper - und Bewußtseinsarbeit, Reflektion, Gespräche mit den Freundinnen, Erkenntnisse usw.
Der Haken war nur, das ich aus ihm einen Erlöser gemacht habe. Der Erlöser, der jetzt endlich mich meint und mich so annimmt wie ich bin. Aber wovon nur, sollte er mich erlösen? Von meiner Vergangenheit?
Ich habe etwas auf diesen Kontakt draufgepackt, was ihn schwer gemacht hat.
Auch eine längere gemeinsame Reise hat das nicht verändert.
Mehrmals hing unsere Liebe an einem seidenen Faden.
Es hat sich erst geändert, als ich mich für die Fülle bedankt habe, bei allem was mir begegnet. Die wundervollen und verbindlichen Freundinnen und Freunde, mein Massageteam, meine Arbeit, manchmal ein Lächeln auf der Straße, welches erwidert wird, mein zuhause, die Meisen die morgens auf die Terrasse zum Futtern kommen, die Abendsonne und vieles mehr. Ich wurde von morgens bis abends fündig und die Dankbarkeit ging über in pure Lebenslust. Ich habe meine Aufmerksamkeit woanders hingelenkt und habe mich selbst erlöst von alten Anhaftungen und Gewohnheiten.
Ich konnte mich mehr und mehr für den Moment öffnen und mich darin auftanken. Ich wurde aktiver, gebender und kontaktfreudiger. Mein Leben ist so erfüllt, das es keinen Raum mehr zum Schmachten gibt.
Die Sessions, die ich gebe haben sich auch vertieft und es entstehen magische Momente der Berührung, der Heilung und der Lust.
Der Kontakt zu diesem Mann hat sich durch meine innere Haltung verändert. Ich kann ihn jetzt loslassen, wenn er geht und ihn freudig empfangen wenn er wieder kommt. Ich kann ihn so sein lassen wie er ist, auch wenn ich manches nicht verstehe.
Dazwischen passieren viele andere Erlebnisse und Begegnungen, die in sich auch wieder einzigartig sind und zu meinem Leben gehören.
Ich habe erkannt das Liebe ein gebender Zustand ist, der sich aus mir heraus kreiert und nicht gebunden ist an ein Gegenüber.
Begegnen sich liebende Menschen ist es göttlich und sie lassen sich in Freiheit auch wieder ziehen.
Liebe heißt nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern es ist auch Auseinandersetzung.
Allerdings ist die Auseinandersetzung gepaart mit Wohlwollen und Achtsamkeit.
So ist es auch möglich die ein oder andere Hürde zu nehmen.
Herzlichst
Bettina
Ich nenne diesen Zustand universelle Liebe. Das trifft es am besten.
Das schöne daran ist, das dieser Zustand auf alle überfließt, die mir begegnen und dafür offen sind. Die Begegnungen mit anderen Menschen sind freundlich und wohlwollend.
In meiner Massagetätigkeit beseelt mich das im besonderen, da ich da das Medium habe diese Liebe über die Hände in die Berührung fließen zu lassen.
Wie bin ich da hingelangt?
Seit zwei Jahren mache ich kontinuierlich tiefer gehend die Erfahrung von körperlicher Liebe.
Das ist die Verschmelzung zweier Körper in Ekstase, die weit über diese zwei Personen hinausgehen. Es ist intim, nah, pure Liebe und dennoch auch ab einem bestimmten Punkt unpersönlich. Dann wenn sich alles entgrenzt und über eine langen Zeitraum das Reiten auf einer Orgasmuswelle stattfindet. Auch der Blick in die Augen des Geliebten wird unpersönlich, es ist der Blick in die Augen des göttlichen, universellen Gegenübers.
Tantrisch würde ich sagen es ist die Begegnung von Shakti mit Shiva.
Diese Begegnung ist absolut frei von jeglichem Beziehungsmodell, wie z.B. dem romantischen Liebesbild, Monogamie oder Polyamorie oder was auch immer. Jegliche Definition ist hinderlich.
Diese Begegnung lässt sich weder festhalten, noch einpacken, noch konservieren. Diese Begegnung ist absichtslos und frei von Bedürftigkeit.
Die Voraussetzung für diese Öffnung des Herzens, der Yoni und des ganzen Körpers ist Vertrauen und braucht Mut sich in aller Verletztlichkeit zu zeigen. Außerdem braucht es einen durchlässigen Körper in dem die sexuelle Energie fließt und nach oben bis über das Kronenchakra aufsteigen kann.
Eine weitere Voraussetzung ist Bewusstsein, Nüchternheit und die richtige Vorbereitung.
Das ist ein Paradoxum an sich. Ich bereite mich auf die Begegnung vor, ohne etwas bestimmtes zu erwarten.
Ich bereite mich vor in dem bestmöglichen Zustand zu sein. D.h. ausgeruht, mit offenem Herzen, wohlriechend, in Freude. Ich überlege was ihn an Speisen und Getränken erfreuen könnte. Ich gestalte den Raum. Schon in der Vorbereitung fängt die Erfüllung an.
Ich beschreibe einen Kontakt, der mittlerweile seit zwei Jahren anhält und eher selten stattfindet.
Zuerst wollte ich diesen Mann für mich, so wie ich es gewohnt war, wenn ich mich verliebt hatte. Oder ich hatte mich arrangiert, den Mann zu teilen, wenn ich mit der oder den anderen Frauen in gutem Kontakt war. Das hat es mir erleichert, auch weil ein Maß an Kontrolle dabei war. Ich konnte die Beziehung einordnen, abchecken was ich zu erwarten und was ich nicht zu erwarten hatte.
Jetzt ist mir ein Mann begegnet, der auf nichts aber auch auf gar nichts zutraf, was ich bisher kannte oder worauf ich mich verlassen hatte.
Ich kam mehr und mehr ins Schlingern und fuhr die Achterbahn der Gefühle hoch und runter. Alle Bemühungen meinerseits irgendetwas verstehen zu wollen, haben bei ihm nur Abwehr ausgelöst.
Neben allem hatten wir immer wieder diese göttliche, körperliche Verschmelzung.
Wenn er ging fing ich nach spätestens zwei Tagen, nachdem der Glücksrausch verflogen war, an zu schmachten und war mit meiner unerfüllten Sehnsucht konfrontiert. Ich schaute darauf, von dem ich dachte was mir fehlt und habe mich darin immer weiter eingegraben.
Noch nie zuvor war ich so in der Lage mich einem Mann zu öffnen und hinzugeben.
Das ist ja durchaus begrüßenswert und auch ein Teil der Ernte durch jahrelange Körper - und Bewußtseinsarbeit, Reflektion, Gespräche mit den Freundinnen, Erkenntnisse usw.
Der Haken war nur, das ich aus ihm einen Erlöser gemacht habe. Der Erlöser, der jetzt endlich mich meint und mich so annimmt wie ich bin. Aber wovon nur, sollte er mich erlösen? Von meiner Vergangenheit?
Ich habe etwas auf diesen Kontakt draufgepackt, was ihn schwer gemacht hat.
Auch eine längere gemeinsame Reise hat das nicht verändert.
Mehrmals hing unsere Liebe an einem seidenen Faden.
Es hat sich erst geändert, als ich mich für die Fülle bedankt habe, bei allem was mir begegnet. Die wundervollen und verbindlichen Freundinnen und Freunde, mein Massageteam, meine Arbeit, manchmal ein Lächeln auf der Straße, welches erwidert wird, mein zuhause, die Meisen die morgens auf die Terrasse zum Futtern kommen, die Abendsonne und vieles mehr. Ich wurde von morgens bis abends fündig und die Dankbarkeit ging über in pure Lebenslust. Ich habe meine Aufmerksamkeit woanders hingelenkt und habe mich selbst erlöst von alten Anhaftungen und Gewohnheiten.
Ich konnte mich mehr und mehr für den Moment öffnen und mich darin auftanken. Ich wurde aktiver, gebender und kontaktfreudiger. Mein Leben ist so erfüllt, das es keinen Raum mehr zum Schmachten gibt.
Die Sessions, die ich gebe haben sich auch vertieft und es entstehen magische Momente der Berührung, der Heilung und der Lust.
Der Kontakt zu diesem Mann hat sich durch meine innere Haltung verändert. Ich kann ihn jetzt loslassen, wenn er geht und ihn freudig empfangen wenn er wieder kommt. Ich kann ihn so sein lassen wie er ist, auch wenn ich manches nicht verstehe.
Dazwischen passieren viele andere Erlebnisse und Begegnungen, die in sich auch wieder einzigartig sind und zu meinem Leben gehören.
Ich habe erkannt das Liebe ein gebender Zustand ist, der sich aus mir heraus kreiert und nicht gebunden ist an ein Gegenüber.
Begegnen sich liebende Menschen ist es göttlich und sie lassen sich in Freiheit auch wieder ziehen.
Liebe heißt nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern es ist auch Auseinandersetzung.
Allerdings ist die Auseinandersetzung gepaart mit Wohlwollen und Achtsamkeit.
So ist es auch möglich die ein oder andere Hürde zu nehmen.
Herzlichst
Bettina
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